Warten auf die EZB-Entscheidung
27.06.2008 — Redaktion
Gespannt warten die Marktteilnehmer auf die weiteren Schritte der Notenbanken und ganz besonders auf die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), die in der kommenden Woche ansteht. Die allgemeine Inflationsentwicklung und vor allem die Rekordhöhen des Ölpreises sprechen ganz klar für eine präventive Leitzinsanhebung um wenigstens 0,25%. Die wieder aufkeimende Nervosität an den Aktienmärkten und die besondere Schwäche des Bankensektors zeigen aber auch die Fragilität, die weiterhin an den Kapitalmärkten herrscht.
Inverse Zinskurve bietet Chancen
20.06.2008 — Redaktion
Die drastische Erwartungsänderung der Investoren an den Zinsmärkten hat im Euroraum nicht nur zu steigenden Zinsen, sondern auch zu einer inversen Zinsstrukturkurve geführt. Ausgangspunkt dafür war der kräftige Zinsanstieg bei den kurzen Laufzeiten. Hatten die Marktteilnehmer noch im Februar mit einer baldigen Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) gerechnet und die Renditen für zweijährige Pfandbriefe auf 3,75% sinken lassen, so hat sich die Stimmung hier vollkommen gedreht. Bedingt durch die hohen Inflationsraten und die Aussagen der EZB sind die zweijährigen Zinsen inzwischen um ganze 1,60 Prozentpunkte auf 5,35% angestiegen und nehmen Leitzinserhöhungen der EZB in der zweiten Jahreshälfte voraus. Da auch in den USA die Erwartungen mittlerweile auf Leitzinsanhebung gedreht haben, sind die Zinsen in den vergangenen Wochen über alle Laufzeiten hinweg deutlich angestiegen - allerdings bei den langen Laufzeiten weniger stark als bei den kurzen.
Baugeldzinsen steigen weiter
13.06.2008 — Redaktion
An den Zinsmärkten in Europa und in den USA ist es im Wochenverlauf zu weiteren deutlichen Anstiegen bei den Renditen gekommen. Dazu haben besonders die Ausführungen der Europäischen Zentralbank (EZB) beigetragen, die vom Markt als Ankündigung einer ersten Leitzinserhöhung bereits im Juli verstanden werden. Damit haben sich viele Marktteilnehmer neu positioniert und erwarten jetzt sogar eine Serie von Zinsanhebungen bis zum Jahresende. Ausgangspunkt dieser Überlegungen sind die weltweit hohen Inflationszahlen, die die Notenbanken zu präventivem Handeln zwingen. Besonders stark hat diese Woche auch das Sentiment in den USA gedreht. Innerhalb einer Woche sind dort die Zinsen von zweijährigen Staatsanleihen um 69 Basispunkte auf nunmehr 3,07% angestiegen.
EZB kündigt Zinserhöhung an - jetzt handeln!
06.06.2008 — Redaktion
In der Pressekonferenz nach der gestrigen Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) hat Präsident Jean-Claude Trichet die Märkte auf eine mögliche Leitzinserhöhung schon bei der nächsten Sitzung im Juli vorbereitet. Die EZB positioniert sich also ganz klar als Wächter der Preisstabilität und setzt die Bedenken an der Inflationsfront in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen. Die Volkswirte der EZB rechnen in den nächsten Monaten offensichtlich mit steigenden Inflationszahlen und die Notenbank will sich daher richtig positionieren. Diese Ankündigung hat gestern die zweijährigen Anleihen, die besonders die Erwartungen bei den Geldmarktzinsen widerspiegeln, um fast 30 Renditestellen steigen lassen. Die zehnjährigen Bundesanleihen sind um rund zehn Renditestellen nach oben gegangen.
Inflationssorgen treiben den Zinsmarkt
30.05.2008 — Redaktion
Inflation bleibt vorerst das dominante Thema für die Investoren an den Zinsmärkten. So sind die Kapitalmarktzinsen im Wochenverlauf in Erwartung höherer Inflationszahlen in Euroland deutlich angestiegen. Die tatsächlichen Zahlen haben diesen Anstieg dann auch bestätigt. Die Verbraucherpreise sind in der Eurozone im Mai um 3,6% gestiegen und lagen auch in Deutschland mit 3,0% deutlich über der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) von unter 2,0%. Dazu kommt noch eine weiterhin kräftige Ausweitung der Geldmenge im Euroraum. Damit erhält die Diskussion über mögliche Leitzinserhöhungen der EZB weitere Nahrung und immer mehr Marktteilnehmer rechnen damit, dass die EZB handeln wird. Besonders kräftig war daher zuletzt der Stimmungsumschwung bei den 12- bis 24-Monatszinsen, die seit dem Tiefpunkt im Februar um einen ganzen Prozentpunkt angestiegen sind.
Zinsen weiter unter Aufwärtsdruck
23.05.2008 — RedaktionAm Zinsmarkt gibt es vorerst keine Entspannung zu vermelden. Vor dem Hintergrund immer neuer Höchststände des Erdölpreises und hoher Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise rechnen die meisten Marktteilnehmer mit hartnäckig hohen Inflationsraten in den nächsten zwölf Monaten. Trotz Konjunkturabschwächung in den USA und in Europa zeigen diese Preistrends - getrieben von spekulativen Käufen - weiter nach oben und schränken so den Spielraum der Notenbanken immer stärker ein. Die US-Notenbank scheint derzeit am Ende ihrer Leitzinssenkungen angekommen zu sein. Die Bewegungen der langfristigen Zinsen beginnen sich immer mehr an den Inflationsdaten auszurichten.
Zinsen steigen an - jetzt für Sicherheit sorgen!
16.05.2008 — Redaktion
Die Schwankungen am Zinsmarkt blieben im Spannungsfeld von Konjunktureinschätzung und Inflationsentwicklung auch in den vergangenen Tagen stark. So haben angesichts überraschend guter Zahlen zum Wirtschaftswachstum in Deutschland und neuer Aussagen der Europäischen Zentralbank (EZB) die Kapitalmarktzinsen gestern stark nach oben tendiert. Besonders die kurzen Laufzeiten haben reagiert und beginnen nun mehr und mehr auch die Möglichkeit einer Leitzinserhöhung der EZB in den nächsten Monaten einzupreisen. Das mag zwar überraschen, passt aber zu den Aussagen einiger EZB-Notenbanker, dass sie alles tun werden, um die Inflationsentwicklung zu kontrollieren.
EZB bleibt weiter bei Ihrem Kurs
09.05.2008 — Redaktion
Wie erwartet, hat die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag die Leitzinsen für den Euroraum unverändert bei 4,0% belassen. Damit behält sie vorerst ihre Politik der ruhigen Hand bei und widersteht den Rufen nach konjunkturfördernden Zinssenkungen von politischer Seite mit dem Argument eines nach oben gerichteten Trends bei der Inflationsentwicklung. Preisstabilität ist und bleibt ein Credo der Notenbank. Diese klare Haltung zur Inflationskontrolle führt auch zu Stabilität bei den langfristigen Zinsen, nachdem diese in den vergangenen Wochen doch deutlich angestiegen waren. Auch die Bank of England hat ihren Leitzinssatz trotz schwacher Konjunkturentwicklung am Donnerstag unverändert bei 5,0% belassen und behält sich damit Spielraum für spätere Maßnahmen.
US-Notenbank senkt Zinsen nur leicht
02.05.2008 — Redaktion
US-Notenbank senkt Zinsen nur leicht
Die US-Notenbank hat diese Woche die Leitzinsen nur geringfügig um 0,25 Prozentpunkte auf nunmehr 2,00% herabgesetzt. Damit hat sie zwei Signale gesetzt: Ja, die US-Konjunktur steht weiter unter Druck und benötigt Unterstützung von Seiten der Zinspolitik. Andererseits sind die Inflationsraten hartnäckig hoch und zu rasche und kräftige weitere Zinssenkungen würden das Vertrauen in die langfristige Stabilität untergraben. Die Investoren haben zunächst mit Käufen von langlaufenden Staatsanleihen reagiert und damit sind die Renditen um rund 0,15 Prozentpunkte gesunken. Wir gehen davon aus, dass in den nächsten Monaten vorerst mit keiner weiteren Leitzinssenkung in Amerika zu rechnen ist.
EZB zwischen Inflation und Konjunktursorgen
25.04.2008 — RedaktionEZB zwischen Inflation und Konjunktursorgen
Während in den USA, vor dem Hintergrund weiterhin schwacher Konjunkturzahlen, in den nächsten Wochen eine Leitzinssenkung auf 2,00% erwartet wird, hat die Europäische Zentralbank (EZB) begonnen, die Marktteilnehmer auf die Möglichkeit einer Leitzinserhöhung einzustellen. Auch wenn das auf den ersten Blick und angesichts der von den USA ausgehenden Kreditkrise überraschend erscheint, ist es am Ende nur konsequent. Die Inflationsrate für Euroland hat im März mit 3,6% den höchsten Stand seit 16 Jahren erreicht. Die EZB erwartet inzwischen kein schnelles Absinken, sondern befürchtet für das Gesamtjahr 2008 ein Niveau von durchschnittlich 2,9%, also deutlich über der Zielmarke von unter 2,0%. Beginnende Zweitrundeneffekte über aggressive Lohnrunden und weiter steigende Großhandelspreise werden mit Sorge betrachtet. Einzelne EZB-Ratsmitglieder haben die Möglichkeit von Leitzinsanhebungen bereits öffentlich in den Raum gestellt.
Inflation und Baugeldzinsen steigen an - Zinsen sichern
18.04.2008 — Redaktion
Inflation und Baugeldzinsen steigen an - Zinsen sichern
Die Veröffentlichung hoher Inflationsraten und die anhaltende Hausse bei Öl- und Nahrungsmittelpreisen haben die Zinsen im Wochenverlauf ansteigen lassen. Mit 3,6% liegt die Inflationsrate im März für Euroland weit über dem von der Europäischen Zentralbank (EZB) gesetzten Zielniveau von rund 2,0%. Diese hohe Zahl bestätigt auch die bisherige konsequente Zurückhaltung der EZB, über Leitzinssenkungen auf die Kreditmarktkrise in den USA zu reagieren. Für die meisten Marktteilnehmer wird es daher immer klarer, dass vor diesem Hintergrund eine Lockerung der Geldpolitik in 2008 sehr unwahrscheinlich ist. Selbst bei einer nachlassenden Konjunktur wird die EZB erst dann die Zinsen senken, wenn eine Entspannung auf der Preisseite nachweislich zu sehen ist.
EZB hält weiter still
11.04.2008 — Redaktion
EZB hält weiter still
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat auch diesen Donnerstag die Leitzinsen unverändert bei 4,00% belassen. Damit hat sie ihre Andeutungen der vergangenen Wochen bestätigt, dass vorerst die Erhaltung der Preisstabilität im Vordergrund ihrer Zinspolitik steht und nicht kurzfristiger Aktionismus im Rahmen der US-Kreditmarktkrise. Die EZB geht inzwischen von einer Inflationsrate von 2,9% für Euroland in 2008 aus und sieht das als deutlich zu hoch an. So lange die Konjunkturindikatoren in den Kernländern der EU nur eine geringe Abschwächung erfahren, wird die EZB daher nicht nachgeben. Die Kehrseite dieser strikten Haltung ist ein weiterhin sehr starker Euro gegen praktisch alle anderen Währungen der Welt.

